Reihe (4 Folgen) |
Was war links?Dokumentation Kultur |
Status: 09.03.2006 |
Linkssein gehörte zur Ausstattung des Selbstbewusstseins einer ganzen deutschen Generation. Andreas Christoph Schmidts vierteilige Reihe führt vor, was in den sechziger, siebziger und achtziger Jahren linke Lebenspraxis war, und zeigt, was dahinter steckte: die Ideen, ihre historischen Traditionen, die Bücher, in denen sie stehen, und die Probleme, die bei ihrer Verwirklichung entstanden sind. Sie riskiert auch einen Blick in die Zukunft des Sozialismus.
Folge | Thema - Titel - Untertitel | Band / Film / Status - mehr dazu: |
Film-Nr. auf Band |
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1 | Typ/Genre: Dokumentation KulturProtest und TheorieIn der ersten Folge seines Filmessays zeigt Andreas Christoph Schmidt, welche Impulse der Jugend in den sechziger Jahren zu ihrer Politisierung verhalfen - Protest und Theorie, Marx und Minirock.
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Band 945 | 2 |
2 | Typ/Genre: Dokumentation KulturDutschke und Konsorten"Es gibt kein richtiges Leben im Falschen". Wer zwanzig war, verstand den Satz als Aufforderung zum Umsturz. Dass er aus einem Text über Möbel stammte, spielte keine Rolle. Von Adorno und anderen Kultfiguren, von den Mythen der Studentenbewegung handelt die zweite Folge des vierteiligen Filmessays: vom Star-Professor Herbert Marcuse, vom französischen Existenzialisten Jean Paul Sartre, von Che Guevara, Martin Luther King, Ho Tschi Minh, Mao und von Rudi Dutschke, dem charismatischen Studentenführer und unerschütterlichen Optimisten, der an die Revolution glaubte.
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Band 945 | 3 |
3 | Typ/Genre: Dokumentation KulturLärm und GewaltMit den Steinwürfen der Schlacht am Tegeler Weg am 4. November 1968 war das Ende der fröhlichen Jugendrevolte gekommen. Die einen verschwanden im Untergrund, andere, wie Gert Möbius, blieben Hausbesetzer, Musiker, Kiffer. Ob einer Terrorist wurde oder Regisseur, sagt Dokumentarfilmer Harun Farocki, sei damals fast kein Unterschied gewesen.
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Band 945 | 4 |
4 | Typ/Genre: Dokumentation KulturKunst und Klassenkampf"War Reimen rechts?" fragt Andreas Christoph Schmidt den Lyriker Robert Gernhardt. Den Linken war die Kunst von jeher nicht geheuer. Die Überzeugung, Romane und Gedichte seien dem Klassenkampf nicht nützlich - wahrscheinlich sogar schädlich - gehörte in den sechziger und auch noch in den siebziger Jahren zur revolutionären Grundausstattung. Die Schönheit galt als Agentin der Bourgeoisie. Deshalb sollte die Kunst mit allen Mitteln an die Wirklichkeit der Erniedrigten und Beleidigten herangeführt werden - und diese an die Kunst. Nur wenige schafften das, etwa Max von der Grün. Mit der TV-Serie "Acht Stunden sind kein Tag" brachte Rainer Werner Fassbinder eine Anleitung zum Widerstand gegen Unternehmer-Willkür ins Fernsehen.
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Band 945 abgeschnitten |
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