Person: | Horst Buchholz |
Stand: 05.03.2003 |
An der Seite von Yul Brynner und Charles Bronson eroberte Horst Buchholz als einer der "Glorreichen Sieben" (1960) Hollywood. Mit diesem Western gab er sein Filmdebut in den Staaten. Bereits sein zweiter Film in Deutschland, "Die Halbstarken" (1956), machte Buchholz zum Star und prägte sein Image als rebellischer Teenie.
Ein Jahr darauf spielte er in Kurt Hoffmanns Erfolgskomödie "Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull". Seine vorläufig letzte Rolle in einer deutschen Produktion hatte er 1959 in "Das Totenschiff". Erst knapp dreißig Jahre später kehrte Buchholz in seine Heimat zurück. In "Wenn ich mich fürchte" (1983) agierte er unter der Regie des Außenseiters Christian Rieschert in dessen Streifen über Einsamkeit, enttäuschte Hoffnungen und gesellschaftliche Utopien.
Horst Buchholz arbeitete bereits als 14-jähriger als Statist am Metropoltheater, ein Jahr später übernahm er die Filmsynchronisation für "Emil und die Detektive". Er arbeitete beim Schulfunk, machte anschließend eine Schauspielausbildung und stand von 1950 bis 1955 auf Berlins Bühnen, so am Schloßparktheater und am Schiller-Theater.
Sein Kinodebut stand unter keinem guten Stern: Julien Duviviers verquaste Romanze "Marianne" (1954) nach Peter de Mendesons Novelle "Schmerzliches Arkadien" geriet zu einem argen Kitsch-Produkt. Ebenso Helmut Käutners gutgemeinte Ost-West-Schnulze "Himmel ohne Sterne" (1955). Hierin mimt Buchholz einen edlen russischen Soldaten, der einer DDR-Bürgerin helfen will und versehentlich erschossen wird.
Doch dann kommen Georg Tresslers "Die Halbstarken" und "Endstation Liebe" und Buchholz wird zu einer Art deutscher James Dean. In Josef von Bakys schönes Melodram "Robinson soll nicht sterben" (1956) steht er neben Romy Schneider vor der Kamera, ebenso in "Montpi". Er verläßt Deutschland, startet seine Hollywoodkarriere und erwirbt sich internationale Anerkennung.
Trotz vieler Filme bewegt sich Buchholz immer nur auf durchschnittlichem Niveau. In Wim Wenders war er "In weiter Ferne, so nah!" (1992), in dem Fernsehspiel "Tödliches Erbe" ist er Partner von Hildegard Knef und Ulrich Wildgruber. Dies ist noch einmal eine wunderbare Rolle in brillantem Umfeld.
Weitere Filme mit Horst Buchholz: "Himmel ohne Sterne" (1955), "Regine" (1955), "Herrscher ohne Krone" (1956), "Ein Stück vom Himmel" (1957), "Auferstehung" (1958), "Nasser Asphalt" (1958), "Fanny" (1960), "Eins, zwei, drei" (1961), "Neun Stunden zur Ewigkeit" (1962), "Im Reich des Kublai Khan" (1964), "Unser Mann aus Istanbul" (1964), "Wo, wann, mit wem?" (1968), "Der Callboy" (1972), "Der große Walzer" (1972), "... die keine Gnade kennen" (1976), "Mörderbienen greifen an" (1976), "Abenteuer in Atlantis" (1978), "Lawinenexpress" (1978), "Nur drei kamen durch" (1978), "Victor Charlie ruft Lima Sierra" (1979), "Berlin Tunnel 21" (1981), "Aphrodite - Im Wendekreis der Begierde" (1982), "Sahara" (1983), "Codename: Emerald" (1985), "Im Feuer der Gefühle" (1986), "Und die Geigen verstummten" (1988), "Bei Berührung Lebensgefahr" (1990), "Die Löwen der Alhambra" (1990), "Die Asse der stählernen Adler" (1992), "Der Feuervogel" (1996), "Das Leben ist schön" (1997), "Dunckel" (1997), "Der kleine Unterschied" (1998), "Die Schreckensfahrt der Orion Star" (1998), "Minefield" (1998), "Kinderraub in Rio - Eine Mutter schlägt zurück" (1999), "Der Club der grünen Witwen" (2001).
Aufnahme: | So, 27.05.2001 20:15 ZDF 90 Min. |
Träger: | Videoband 542 |
Regie: | Udo Witte D 2001 |
Typ/Genre: | TV-Komödie |
Um dem Alltagstrott zu entfliehen, denken vier Freundinnen sich den perfekten Mord aus
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Aufnahme: | Do, 22.06.2000 12:50 BR 130 Min. |
Träger: | Videoband 374 |
Regie: | Andrew L. Stone
USA 1972 |
Thema: | Musik |
Typ/Genre: | Biographie |
Die Lebensgeschichte des Wiener Walzerkönigs Johann Strauß (Horst Buchholz)
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Aufnahme: | Mo, 10.03.2003 21:00 NDR 90/88 Min. |
Träger: | Videoband 931 |
Regie: | Thomas Bohn D 1997 |
Typ/Genre: | TV-Melodram |
Wolfhart Perl, ein Mann um die 60, ein bekannter Journalist, verheiratet, zwei Kinder, verliebt sich unerwartet, unbeabsichtigt in eine junge Frau. Seine Frau will die Trennung. Er zieht in die Nähe seiner Freundin, ist glücklich bei ihr, will Abstand zu seinem früheren Leben. Sie aber will ausgehen, gesehen werden. Er spürt die Blicke seiner Kollegen und Bekannten, fühlt, dass er und seine Freundin ein eher belächeltes Paar abgeben. Seine Kinder brechen den Kontakt ab, er wird geschieden. Einladungen werden seltener, und zurück bleibt eine große Einsamkeit.
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Aufnahme: | Mi, 29.05.2002 21:45 BR 95 Min. |
Träger: | Videoband 742 |
Regie: | Helmut Käutner BRD 1957 |
Typ/Genre: | Liebesfilm |
Bittersüße Romanze zum 20. Todestag (29.05.1982) von Romy Schneider von Helmut Käutner
Die 17-jährige Pariser Näherin Anne-Claire (Romy Schneider) verdreht einem armen Budapester Kunstzeichner (Horst Buchholz) gehörig den Kopf. Doch die Liebe endet tragisch... Regisseur Käutner bot der jungen Romy Schneider, nach dem Erfolg der "Sissi"-Filme, die Möglichkeit zur Abkehr von historischen Schmachtfetzen. Statt als reine Unschuld wirkt sie hier verspielt und erotisch. |
Horst Buchholz
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