Band 726: Film 2 Zähler: (1 - 2032) RTL So, 28.07.2002 23:00 60 Min.
deutsch/francais
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iFN: 2239
Immer nackt - Lust und Last einer Lebenseinstellung (1)
Dokumentation Menschen
Mehrteiler: Immer nackt - Lust und Last einer Lebenseinstellung (1/2)
Die so genannte Freikörperkultur wurde, ganz nach dem kommunistischen Gleichheitsgedanken, vor allem im Osten gepflegt. Dabei ist die Tradition der kleiderlosen Freiheit schon sehr viel älter. Von Adam und Eva einmal abgesehen, fanden schon im alten Griechenland die ersten olympischen Spiele ohne Bekleidung statt.
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So unterschiedlich die sozialen Schichten sind, denen FKK-Freunde angehören, so unterschiedlich sind die Vorlieben: Die Einen genießen das Gefühl ohne Kleidung nur am Strand und mit Gleichgesinnten. Anderen jedoch reicht das nicht: Je nackter der Alltag desto besser. Für einige von ihnen liegt der Reiz der Nacktheit gerade darin, die bekleideteÖffentlichkeit zu provozieren. Für die weniger offensiven Nackedeis gibt es in Deutschland unzählige FKK-Angebote, von Saunen über Strände bis hin zu elf offiziellen FKK-Campingplätzen. Der Campingplatz'Rosenfelder Strand'in Schleswig-Holstein ist einer davon. Hier frönen neben den FKK-Urlaubern gut 500 Naturisten die ganze Saison, von April bis September, ihrer nackten Leidenschaft. Marianne Fischer, die Betreiberin, kann sich über zu wenige Gäste nicht beklagen. Im Osten, wo FKK Tradition ist, fahren auch heute noch viele FKKler an den Strand von Prerow. Doch nicht nur für Nackte ist dieser Strand ein kleines Paradies, auch für andere Leidenschaften bietet sich der Strand nahezu an. In seiner langen Zeit als Strandhüter hat Erwin schon unzählige Voyeure dingfest gemacht. So sind es viel mehr bekleidete Personen, die dem FKK eine sexuelle Komponente abgewinnen. Doch nicht nur auf Campingplätzen oder in speziellen Ferienanlagen möchten echte Naturisten sich nackt bewegen. Dabei betonen sie, dass Naturismus nicht nur aus Nacktsein besteht. Eine enge Verbindung zur Natur, Ernährungsbewusstsein und sportliche Aktivität sind mindestens ebenso wichtig. Einer von ihnen ist Klaus Hartmann. Der 43-jährige Ehemannund Vater von drei Kindern ist bekennender Naturist. Und das obwohl weder seine Frau noch seine Kinder diese Vorliebe teilen. Auf seinem 5000 qm großen Grundstück in der Nähe des Stettiner Haffs kann Klaus Hartmann im Gegensatz zu vielen anderen Naturisten seiner Lust auf Nacktheit zumeist ungestört nachgehen. Ihm ist bewusst, wie befremdlich sein nacktes Dasein auf Fremde wirkt, und so versucht er ein Aufeinandertreffen so weit wie möglich zu vermeiden. Von Leuten, die sich als Provokation ausziehen hält Klaus Hartmann nämlich nichts. Dr. Peter Niehenke sieht dies ganz anders. Seit Jahren sorgt er mit seinen Provokationen deutschlandweit für Aufsehen. 1998 gründete er den Verein'Wald FKK'. Die Mitglieder organisieren in unregelmäßigen Abständen Protestaktionen, um auf die Situation der Naturisten in Deutschland aufmerksam zu machen. Im August 2001 liefen sie z.B. nackt durch die Berliner Innenstadt unter dem Motto'Nacktsein ist ein Bürgerrecht'. Sein Kampf für die Liberalisierung des Nudismus in Deutschland brachte ihm dabei nicht nur unzählige Schlagzeilen, sondern auch Gerichtsverfahren ein. So muss er sich zumindest einen Socken überziehen, wenn er die 2.000€Strafe umgehen will. Doch auch wenn die Akzeptanz in derÖffentlichkeit noch nicht wirklich erreicht ist, das Spektrum der Aktivitäten für Naturisten wird immer größer. Vor allem die FKK-Verbände organisieren die verschiedensten sportlichen Möglichkeiten, von Waldläufen über Boccia bis hin zu Tennisturnieren. Daneben gibt es mittlerweile auch skurril anmutende Angebote wie das Nackt-Reiten. In der Nähe von Bonn stellt Michael Zauels, selbst ein Naturist, seine Pferde zur Verfügung.
Zur Homepage von Michael Zauels:
Naturismus mit Pferden

Band 726: Film 3 PHOE ( RBB © ) So, 16.01.2005 00:45 60/59 Min.
deutsch
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iFN: 3279
Kalt, nackt und glücklich
Eisbader schwimmen anders
Dokumentation Lebensart
Der eiskalte Wind fährt durchs Haar, bei drei Grad Außentemperatur hält der Bademantel nicht wirklich warm. Unruhig trippelt der Chef der Potsdamer Havelwale hin und her.
Das wöchentliche Training soll pünktlich beginnen. Dauerlauf, ein bisschen Gymnastik - dann stürzen die Eisbader kreischend für drei Minuten ins Wasser, nach kurzer Pause verschwinden sie noch einmal für fünf Minuten.
Film von Jean Boué
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Ob "Seehunde", "Pinguine", "Eisheilige" oder "Polarfüchse" - sie alle verbindet die heimliche Sucht nach dem kalten Bad, nach gezielter Unterkühlung. Autor Jean Boué beobachtet Eisbader-Vereine bei ihren Vorbereitungen auf das Valentinstreffen an der Ostsee, wo man die originellste Badegruppenidee, den ältesten und den jüngsten Eisbader sucht. Er versucht jenem unsichtbaren Band auf die Spur zu kommen, das die Eisbader-Gemeinschaft zusammenhält und erzählt dabei von ihrer etwas anderen Art, durchs Leben zu gehen.

Band 726: Film 4 ARTE ( MDR © ) Mo, 23.05.2005 01:55 50 Min.
Aufnahmestatus: gewünscht
deutsch
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iFN: 3422
Nackt und frei
Die Dokumentation schildert die Geschichte der FKK-Bewegung in Deutschland und Frankreich seit ihrer Entstehung bis heute. Zu Wort kommen Aktivisten der ersten Stunde, für die Nacktbaden noch Rebellion gegen gesellschaftliche Zwänge bedeutete. Ihre Aussagen und bislang zum Teil unveröffentlichtes Archivmaterial ergeben interessante Einblicke in die Welt der überzeugten Nackten.
Regie: Gerhard Thiel
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Sie wurden angefeindet, verspottet, beneidet oder als prüde belächelt: Die Nackten aus Überzeugung - "Naturisten", wie sie sich selbst nennen. Heute sorgt Nacktheit kaum noch für Skandale. In Deutschland sind rund 60.000 Menschen in FKK-Vereinen organisiert und mehr als zwölf Millionen Deutsche lassen sich jährlich im Urlaub nahtlos bräunen. Frankreich hat mehr FKK-Anhänger als irgendein anderes europäisches Land. Hunderttausende Nackttouristen strömen zudem in die Naturistencamps an der französischen Küste.
Die FKK-Bewegung hatte ihren Ursprung vor rund 100 Jahren im kaiserlichen Deutschland, einer Zeit, die durch Prüderie geprägt war. Doch die Lebensreformer jener Zeit wollten sich aus den engen proletarischen und bürgerlichen Zwängen befreien. Ein neues Körperbewusstsein entstand. Nacktheit wurde zum Kult. Im ganzen Reich wurden FKK-Vereine gegründet. Verschiedene politische Strömungen und Richtungen beeinflussten ihre Ideologie und ihr Erscheinungsbild. Bürgerlich-mondäne, links-proletarische, naturromantische und auch völkisch-nationale Gruppierungen sammelten sich um ihre jeweiligen Meister. FKK-Pioniere wie Richard Ungewitter, Fedor Fuchs, Charly Strässer, Hans Surén und Adolf Koch hatten maßgeblichen Einfluss auf die FKK-Geschichte. Nach den "wilden 20ern" erlebte die Freikörperkulturbewegung in Deutschland ihre erste große Krise. Die Nazis verboten das Nacktbaden. Die völkischen FKK-Anhänger passten sich jedoch schnell an. Nun sprach man von "germanischer Selbstzucht" und "Rasseauslese". Jüdische Mitglieder wurden ausgeschlossen. Die Nazis ließen sich überzeugen. Die Vereine, die sich dem Regime anpassten, wurden im "Bund für Leibeszucht" gleichgeschaltet.
Auch in der Nachkriegszeit spürten die FKKler Gegenwind. Die Prüderie der Adenauer-Ära gipfelte im so genannten "Schund- und Schmutzgesetz", das den FKK-Vereinen verbot, ihre Zeitschriften öffentlich zu verkaufen. In der DDR wurden FKK-Vereine erst gar nicht zugelassen, und auch das Nacktbaden selbst wurde anfangs verboten. Doch die Menschen wehrten sich. Das Nacktbaden wurde in der DDR zur regelrechten Volksbewegung. Und auch in Frankreich erlebte der Nudismus einen Aufschwung.
Dokumentation, Deutschland 1999, MDR
Bild: MDR
D 1999

Videobandbelegung Band 726 VHS-PAL/Secam
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