Band 1000: Film 3 ARTE Di, 07.10.2003 21:55 64/82 Min.
deutsch
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iFN: 2844
Thema: Sex
Prostitution in Europa (3)
Pariser Puffgeschichten
Themenabend: Prostitution in Europa (3/3)
Die Dokumentation erzählt von der Geschichte der Pariser Bordelle und ihrer offiziellen Abschaffung im Jahr 1946. Ein reich bebilderter, historischer Streifzug zu den legendären gesellschaftlich etablierten Orten des Vergnügens von einst.
Dokumentation von Mark Kidel , 65 Min.
Frankreich / Großbritannien 2003, Erstausstrahlung
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Die Pariser Bordelle wurden von Napoleon geschaffen und im Jahr 1946 von der ehemaligen Prostituierten und Spionin Marthe Richard mit dem so genannten "Gesetz Marthe Richard" abgeschafft. Das "Chabanais", das "Sphinx", das "One Two Two", um nur einige zu nennen, waren mit ihren Spiegeln und ihren Salons zu bestimmten Themen (Harem u.a.) in ganz Europa eine regelrechte Institution: von Balzac bis Maupassant, von Simenon bis Céline, von Picasso bis Toulouse-Lautrec, von Man Ray bis Brassaï, vom Palais Bourbon bis zum englischen König wurden sie häufig frequentiert. Nicht zu vergessen auch die Freier aus dem Kleinbürgertum, die hier am späten Nachmittag ihre Lust befriedigten. Der Film erzählt von diesen legendären Orten des Vergnügens, denen so manch einer auch heute noch sehnsüchtig nach zu trauern scheint.
Wiederholungen in der Nacht vom 15. zum 16.10. und am 13.10. im Nachmittagsprogramm.

Band 1000: Film 99 ARTE Di, 07.10.2003 20:45 50 Min.
Aufnahmestatus: fehlt
deutsch
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iFN: 2842
Thema: Sex
Prostitution in Europa (1)
Die holländische Vitrine
Dokumentation Verkehr
Themenabend: Prostitution in Europa (1/3)
Wie soll man mit der Prostitution umgehen? In Holland wurde die gewerbliche Ausübung von Prostitution seit dem 1. Oktober 2000 gesetzlich geregelt. Doch kann das holländische Modell wirklich Vorbild für andere EU-Staaten sein?
Dokumentation von Hubert Dubois, Frankreich 2002, Erstausstrahlung
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Es wird behauptet, sie habe immer existiert und sei unvermeidlich. Wenn sie nicht allzu sehr störe, könne sich die Gesellschaft also durchaus mit ihr arrangieren. Aber seit einigen Jahren hat sich die Lage durch die massive "Einfuhr" von Prostituierten aus Osteuropa - Opfer eines skrupellosen Menschenhandels - völlig verändert: Sie sind im Straßenbild der EU-Städte so unübersehbar geworden, dass der Ruf nach Ordnung laut wurde. Während die meisten europäischen Länder noch zögern, hat sich Holland entschieden: Dort ist die gewerbliche Ausübung der Prostitution seit dem 1. Oktober 2000 gesetzlich geregelt. Dadurch wird sie zu einem ganz normalen Geschäft. Im Ausland mag das holländische Modell verlockend erscheinen. Aber im Inland sieht die Wirklichkeit ganz anders aus. Bei der Legalisierung der Prostitution geht es vor allem um die Sicherung des Profits. Der Kunde wird geschützt und zum Konsum angereizt. Aus Zuhältern werden ehrbare Geschäftsleute. Ihren Angaben zufolge nimmt die Sex-Industrie in Holland den fünften Platz in der Wirtschaft des Landes ein. Und da man Arbeitskräfte braucht, um Geld zu machen, fördert das Gesetz die so genannte freiwillige Prostitution. Dabei wird vergessen, dass sie für die Prostituierten selbst immer nur das kleinere Übel darstellt. Die Dokumentation nimmt Stellung zu einer Debatte, bei der die EU-Länder unterschiedliche Standpunkte vertreten. Sieben von fünfzehn Mitgliedsstaaten haben die am 2. Dezember 1949 von der UNO vorgelegte "Konvention zur Unterbindung des Menschenhandels und der Ausnutzung der Prostitution anderer" ratifiziert. Werden diese Staaten im Zuge der notwendigen EU-weiten Gesetzesharmonisierung dem holländischen Druck nachgeben? Dieser Ansatz würde den Profit über die Menschenwürde stellen.
(Text von ARTE)
Videobandbelegung Band 1000 VHS-PAL/Secam
Filme |
Laufzeit normal |
bespielt |
Werbung |
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bedingt frei |
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240 |
82 |
18 |
64 |
158 |
94 |
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