Band 897: Film 1 ARD ( NDR © ) Mo, 13.01.2003 20:15 45/43 Min.
deutsch
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iFN: 2513
Thema: Weltkrieg
U-Boot-Krieg im Atlantik (1)
Die Jäger
Dokumentation Menschen
U-Boot-Krieg im Atlantik (1/3)
Der britische Premierminister Winston Churchill bekannte in seinen Memoiren, er habe im Krieg nur Angst vor deutschen U-Booten gehabt. Bis Anfang 1942 versenkten die Deutschen mehr als 1.000 alliierte Schiffe und brachten die Seemacht Großbritannien an den Rand der Niederlage. Karl Dönitz, von Hitler 1943 zum Großadmiral und Befehlshaber der Kriegsmarine befördert, hatte eine ”Rudeltaktik” erdacht, gegen die die Alliierten zunächst machtlos waren. Zuerst aus Wilhelmshaven, dann aus dem französischen Lorient kommandierte Admiral Dönitz die ”Grauen Wölfe”.
Film von Andrew Williams
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Andrew Williams zeigt in der ersten Folge der Reihe ”U-Boot-Krieg im Atlantik”, ”Die Jäger”, wie es den deutschen U-Booten gelang, den kriegswichtigen Nachschub der Briten empfindlich zu stören. Nachdem Günther Prien im Herbst 1939 das britische Schlachtschiff ”Royal Oak” in der Marinebasis Scapa Flow versenkt hatte, galten die Männer auf den U-Booten in der Heimat als Helden, als Elite der Marine. Es waren Helden, deren Leben ständig in Gefahr war, von denen viele starben: von 40.000 U-Boot-Männern überlebten 28.000 den Krieg nicht. 736 Boote, drei Viertel der Gesamtzahl, gingen verloren. Die Deutschen versenkten von 1939 bis 1945 insgesamt 21 Millionen Bruttoregistertonnen an Schiffsraum.
Die Wende kam 1943 - ein besser entwickelter Radar und vor allem die Entschlüsselung der deutschen Funkcodes machten die ”unsichtbare” Flotte verwundbar. Gingen im Jahr zuvor 85 U-Boote verloren, so waren es 1943 bereits 287. Auch neu entwickelte Elektro-U-Boote konnten mit ihrer deutlich höheren Geschwindigkeit die längste Seeschlacht im Atlantik nicht gewinnen.
In der ersten Folge geht es um die überraschende Schlagkraft der deutschen U-Boot-Waffe bis 1942. Überlebende des U-Boot-Kriegs aus USA, Großbritannien und Deutschland zeichnen ein Bild vom schweren Leben an Bord, zeigen die Ängste der Männer und ihren Mut.
Der britische Premierminister Winston Churchill bekannte in seinen Memoiren, er habe im Krieg nur Angst vor deutschen U-Booten gehabt. Bis Anfang 1942 versenkten die Deutschen mehr als 1.000 alliierte Schiffe und brachten die Seemacht Großbritannien an den Rand der Niederlage.
Die "Rudeltaktik" der deutschen Kriegsmarine
Karl Dönitz, von Hitler 1943 zum Großadmiral und Befehlshaber der Kriegsmarine befördert, hatte eine "Rudeltaktik" erdacht, gegen die die Alliierten zunächst machtlos waren. Zuerst von Wilhelmshaven, dann aus dem französischen Lorient, kommandierte Admiral Dönitz die "Grauen Wölfe". Andrew Williams zeigt in der ersten Folge unter dem Titel "Die Jäger", wie es den deutschen U-Booten gelang, den kriegswichtigen Nachschub der Briten empfindlich zu stören.
Die U-Boot-Männer galten in der Heimat als Helden
Nachdem es Günther Prien im Herbst 1939 gelungen war, das britische Schlachtschiff "Royal Oak" in der Marinebasis Scapa Flow zu versenken, galten die Männer auf den U-Booten in der Heimat als Helden, als Elite der Marine. Es waren Helden, deren Leben ständig in Gefahr war, von denen viele starben: Von 40.000 U-Boot-Männern überlebten 28.000 den Krieg nicht. 736 Boote, drei Viertel der Gesamtzahl, gingen verloren. Die Deutschen versenkten von 1939 bis 1945 insgesamt 21 Millionen Bruttoregistertonnen an Schiffsraum.
Die Entschlüsselung der deutschen Funkcodes bringt die Wende
Die Wende kam 1943 - ein besser entwickelter Radar und vor allem die Entschlüsselung der deutschen Funkcodes machten die "unsichtbare" Flotte verwundbar. Gingen im Jahr zuvor 85 U-Boote verloren, so waren es 1943 bereits 287. Auch neuentwickelte Elektro-U-Boote konnten mit ihrer deutlich höheren Geschwindigkeit die längste Seeschlacht im Atlantik nicht gewinnen.
Die erste Folge der Dokumentation von Andrew Williams zeigt unter dem Titel "Die Jäger" die überraschende Schlagkraft der deutschen U-Boot-Waffe bis 1942. Überlebende des U-Boot-Kriegs aus USA, Großbritannien und Deutschland zeichnen ein Bild vom schweren Leben an Bord und zeigen die Ängste der Männer und ihren Mut.
Redaktion: Volker Zielke

Band 897: Film 3 ARD Mo, 27.01.2003 21:45 45/43 Min.
deutsch
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iFN: 2515
Thema: Weltkrieg
U-Boot-Krieg im Atlantik (3)
Die Gejagten
Dokumentation Menschen
U-Boot-Krieg im Atlantik (3/3)
In den ersten Monaten des Jahres 1942 hatten die deutschen U-Boote mehr als 500 Schiffe versenkt, bei nur 50 eigenen Verlusten. Die Männer, die auf den Booten fuhren, wurden in der Heimat als Helden gefeiert. Für die deutschen U-Boot-Fahrer war es eine "glückliche Zeit". Am 12. Juli 1942 kam die Wende, als die U-159 bei einer Nachtfahrt vor der französischen Küste von einem Flugzeug der Royal Airforce angegriffen wurde. Ein neu entwickelter Radar machte das möglich: dem deutschen Siegfried war die Tarnkappe entrissen. Dönitz und sein kleiner Stab waren im französischen Lorient in einer verzweifelten Lage. Die Gefahren für die Mannschaften stiegen, als ihre so genannten Ruhezonen südlich von Grönland von den alliierten Luftwaffen angeflogen werden konnten. Die größere Reichweite dieser neu entwickelten Flugzeuge nahm den U-Booten ihre Schutzzone. Im Mai 1943 tobte hier im so genannten "Luftloch" die härteste U-Boot-Schlacht des Krieges: Deutsche U-Boote hatten einen alliierten Konvoi umzingelt. Als dann neun U-Boote durch gezielte Gegenangriffe verloren gingen, brach Dönitz den Angriff ab. Das "Luftloch" südlich von Grönland schloss sich, Ende Mai waren 40 Boote mit 2.000 Mann vernichtet.
Film von Andrew Williams
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Der U-Boot Krieg wurde immer grausamer: Beim Untergang der "Laconia" vor der westafrikanischen Küste ertranken 1.600 Menschen. Ein neuer Befehl von Dönitz verbot - gegen jede seemännische Tradition und gegen jedes Kriegsrecht - eine Rettung von schiffbrüchigen Gegnern. 1943 standen 405 deutsche U-Boote einer nicht mehr zu schlagenden alliierten Übermacht im Atlantik gegenüber. Aus den Jägern waren Gejagte geworden.
Im dritten Teil seiner Dokumentation, "Die Gejagten", zeigt Andrew Williams das unvermeidliche und grausame Ende der deutschen U-Boot-Flotte. Der Blutzoll war auf beiden Seiten hoch. Mehr als die Hälfte der versenkten Schiffe trugen die britische Flagge, 55.000 alliierte Seeleute waren umgekommen. Auf deutscher Seite starben 28.000 U-Boot-Männer, beinahe 70 Prozent der U-Boot-Besatzungen blieben auf See.
In den ersten Monaten des Jahres 1942 hatten die deutschen U-Boote mehr als 500 Schiffe versenkt, bei nur 50 eigenen Verlusten. Die Männer, die auf den Booten fuhren, wurden in der Heimat als Helden gefeiert. Für die deutschen U-Boot-Fahrer war es eine "glückliche Zeit".
Ein neuentwickelter Radar entriss den U-Booten die Tarnkappe
Am 12. Juli 1942 kam die Wende, als die U-159 bei einer Nachtfahrt vor der französischen Küste von einem Flugzeug der Royal Airforce angegriffen wurde. Ein neuentwickelter Radar machte das möglich: Dem deutschen Siegfried war die Tarnkappe entrissen. Dönitz und sein kleiner Stab waren im französischen Lorient in einer verzweifelten Lage.
Luftangriffe im so genannten "Luftloch" brachten die Wende
Die Gefahren für die Mannschaften stiegen, als ihre so genannten Ruhezonen südlich von Grönland von den alliierten Luftwaffen angeflogen werden konnten. Die größere Reichweite dieser neuentwickelten Flugzeuge nahm den U-Booten ihre Schutzzone. Im Mai 1943 tobte hier im so genannten "Luftloch" die härteste U-Boot-Schlacht des Krieges: Deutsche U-Boote hatten einen alliierten Konvoi umzingelt. Als dann neun U-Boote durch gezielte Gegenangriffe verloren gingen, brach Dönitz den Angriff ab. Das "Luftloch" südlich von Grönland schloss sich, Ende Mai waren 40 Boote mit 2.000 Mann vernichtet.
Aus Jägern wurden Gejagte
Der U-Boot Krieg wurde immer grausamer: Beim Untergang der "Laconia" vor der westafrikanischen Küste ertranken 1.600 Menschen. Ein neuer Befehl von Dönitz verbot - gegen jede seemännische Tradition und gegen jedes Kriegsrecht - eine Rettung von schiffbrüchigen Gegnern. 1943 standen 405 deutsche U-Boote einer nicht mehr zu schlagenden alliierten Übermacht im Atlantik gegenüber. Aus den Jägern waren Gejagte geworden.
Im dritten Teil seiner Dokumentation zeigt Andrew Williams unter dem Titel "Die Gejagten" das unvermeidliche und grausame Ende der deutschen U-Boot-Flotte. Der Blutzoll war auf beiden Seiten hoch. Mehr als die Hälfte der versenkten Schiffe trugen die britische Flagge, 55.000 alliierte Seeleute waren umgekommen. Auf deutscher Seite starben 28.000 U-Boot-Männer, beinahe 70 Prozent der U-Boot-Besatzungen blieben auf See.
Redaktion: Volker Zielke
Videobandbelegung Band 897 VHS-PAL/Secam
Filme |
Laufzeit normal |
bespielt |
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