Person: | Eva Hassmann |
Stand: 17.10.2002 |
"Schau hinüber", knurrt die alte Uhlen, "schau ihm in die Augen, aber nur für einen Moment, damit er Feuer fängt..." Und Eva Hassmann ist ganz das brave Blondchen, das folgsam zum Nebentisch blinzelt, um den Mafia-Boß zu bezirzen. Natürlich guckt sie viel zu lange, denn sie ist blond und ein bißchen doof.
Die Szene aus Susanne Zankes Kriminalkomödie "Der Coup" (mit Gisela Uhlen und Heinz Schubert), einem der unterhaltsameren Fernsehspiele des Sommers 1997, offenbart das Problem einer talentierten, hübschen Schauspielerin: Wer Eva Hassmann sieht, denkt an alle Freuden des Lebens, nur nicht an Ernsthaftigkeit oder Tiefe. Produzenten und Regisseure besetzen sie gern so wie in der eingangs beschriebenen Szene: sexy, augenklimpernd, lispelnd, niedlich. Ein deutscher Verschnitt der frühen Marilyn Monroe.
Was macht sie dagegen? Zunächst einmal das Falsche. Sie hat sich in Otto Waalkes verliebt, den Blödel-Otto von einst, über den heute keiner mehr lacht, auch deshalb, weil die Blondinen an seiner Seite immer jünger wurden. Inzwischen sind die beiden verheiratet. Ausgerechnet da, wo es ihr wirklich ernst ist, erntet sie nur fieses Grinsen. Sie steckt, da macht sie sich keine Illusionen, in einem Strudel von Vorurteilen.
Belächelte Liebe: Eva Hassmann mit Blondinenfan Otto Waalkes
Ihre graublauen Augen, die stählern gucken können, wer achtet darauf, wenn jemand so liebreizend lächelt wie Eva? Ihre Ballett- und Steptanzjahre, ihr Sprech- und Gesangsunterricht, all das Büffeln von Shakespeare- und Goetherollen, wen interessiert das angesichts ihrer wohlgestalten Weiblichkeit, die immer nur für eine Rolle taugt: jung, blond, aufregend!
In dieser Situation machte Eva dann doch das Richtige, sie ging nach Amerika, nach Los Angeles, meldete sich gegen eine horrende Gebühr bei der Lee-Strasberg-Schule an, die seit den Zeiten von James Dean als Quell größter schauspielerischer Offenbarungen gilt.
Aber ach, statt nun von persönlichen Fortschritten zu schwärmen, nimmt sich Eva die Freiheit, kritisch zu urteilen: "Ich stehe nicht hinter diesen Methoden", sagt sie, "es wird einem das Innerste nach außen gekehrt, damit man es in seine Rollen einfliessen lässt."
Schauspielerei als verkappte Psychotherapie. Das war der Tochter eines Arztes aus Gießen denn doch zu bunt. Rolle bleibt Rolle, sich hineinzufinden bleibt jedem selbst überlassen.
Filme mit Eva Hassmann: Peter Timms "Einfach nur Liebe" (1993), "Die Troublemaker" (1995) mit Terence Hill und Bud Spencer, Ralf Hüttners "Der kalte Finger" (1995), Urs Eggers "Der Tourist" (1995), "Das erste Mal" (1996), Oliver Hirschbiegels "Trickser" (1996), "Gierig" (1998) von Oskar Roehler, "Otto - Der Katastrofenfilm" (2000), "Honolulu" (2000).
Aufnahme: | Do, 03.10.2002 23:20 BR 90/88 Min. |
Träger: | Videoband 851 |
Regie: | Markus Imboden D 1999 |
Typ/Genre: | TV-Komödie |
Raus aus dem Frisiersalon, rein in die High Society! Die beiden Frisörinnen Marie und Paula pfeifen auf die Dauerwellen und gehen lieber nach Marbella, wo Meereswellen die Luxuskörper superreicher Junggesellen umschmeicheln. Hier hoffen sie, eine finanzkräftige Liebe zu angeln, denn dies ist häufig der Inhalt einschlägiger Magazine. Ausgestattet mit Sexappeal und Billigfummeln, die sie mit Designer-Etiketten aufgemotzt haben, machen die Freundinnen Jagd auf Millionäre. Doch aller Anfang ist schwer...
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Aufnahme: | Mi, 05.03.2003 22:00 ORF 1 95/94 Min. |
Träger: | Videoband 926 |
Aufnahmestatus: | verrauscht |
Regie: | Dror Zahavi D 2002 |
Typ/Genre: | TV-Krimikomödie |
Willi Mattuschek ist ein frustrierter Spießer, der seinen Mitmenschen das Leben schwer macht - vor allem seiner neuen Nachbarin Kate, die nach der Trennung von ihrem Mann zusammen mit Söhnchen Samuel gerade ins Nebenhaus eingezogen ist. Der psychopathische Kleingeist vermiest Kate so lange ihr Dasein, bis diese mit drei Freundinnen einen perfiden Racheplan ausarbeitet...
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Aufnahme: | Fr, 19.03.1999 20:15 ARD 85 Min. |
Träger: | Videoband 215 |
Regie: | Uwe Willem D 1998 |
Serie: | Reihe: Lauter tolle Frauen (1/6) |
Typ/Genre: | TV-Komödie |
Linda, 32 und Artdirektorin bei der Werbeagentur König & König, ist Single. Sie verfolgt das Liebesleben glücklicher Paare lieber am Fernseher, zusammen mit ihrem schwulen Kollegen Donald, mit vielen bissigen Kommentaren und einer dicken Portion Schokoladeneis. Linda soll ein Konzept für den neuen Großkunden Mike Badon vorbereiten: Er will eine Werbekampagne in Auftrag geben für eine Windel, die klingelt, wenn sie voll ist. Leider kann Linda ihn überhaupt nicht ausstehen und gefährdet mit ihrer Streitlust nicht nur Badons Großauftrag, sondern auch den Fortbestand der Agentur ihres Chefs Peter.
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Aufnahme: | Mo, 02.01.2006 20:15 ZDF 90/90 Min. |
Träger: | Videoband 1172 |
Regie: | Dieter Wedel D 2005 |
Serie: | Mehrteiler: Papa und Mama (1/2) |
Typ/Genre: | Ehedrama |
Peter Ullrich, dynamischer Enddreißiger, erfolgreicher Scheidungsanwalt, mit allen Wassern gewaschen, mit allen Winkelzügen vertraut, um für seine vorzugsweise weibliche Klientel das Optimale bei Gericht durchzusetzen, führt ein vorbildliches Familienleben. Seine Ehe gilt als glücklich und gefestigt.
Es trifft ihn wie ein Blitzschlag aus heiterem Himmel, als plötzlich, ohne dass etwas Bemerkenswertes vorgefallen wäre, seine Frau Katja ihn verlässt und mit den gemeinsamen Kindern auszieht. Vor Freunden, vor Kollegen in der Kanzlei verheimlicht Peter schamhaft die Trennung. Lediglich seinen Referendar Thomas Hupach weiht er ein. |
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Aufnahme: | Mi, 04.01.2006 20:15 ZDF 90/90 Min. |
Träger: | Videoband 1172 |
Regie: | Dieter Wedel D 2005 |
Serie: | Mehrteiler: Papa und Mama (2/2) |
Typ/Genre: | Ehedrama |
War es ein Unfall, als Peter in der Nacht auf regennasser Fahrbahn von einem Auto angefahren wurde? Oder ein Selbstmordversuch? Das jedenfalls bestreitet er vehement, als Katja ihn in der Wohnung aufsucht, die er kurzfristig bezogen hat. Katja selbst ist unschlüssig. Wird sie mit dem neuen Mann glücklich werden; oder soll sie doch lieber zu Peter zurückkehren?
Die Kinder hoffen inständig auf eine Versöhnung der Eltern. Die suchen Anwälte auf, obwohl sie zur Trennung eigentlich noch gar nicht entschlossen sind. Verzweifelt bemühen sie sich, rücksichtsvoll miteinander umzugehen. Aber der Wunsch, sich vor sich selbst zu rechtfertigen, führt zu immer heftigeren Eskalationen. |
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Aufnahme: | ARD ( WDR © ) |
Serie: | Mehrteiler: Speer und Er |
Typ/Genre: | Doku-Drama |
Das dreiteilige Filmprojekt über den deutschen Architekten, Rüstungsminister, Kriegsverbrecher, Spandauer Gefangenen und Bestsellerautor Albert Speer ist eine weit ausgreifende biografische Erzählung. In gegenseitiger Kontrastierung und Spiegelung von Fakten und Selbstäußerungen, von filmischer Rekonstruktion und Vergegenwärtigung wird auch und gerade die Seite Albert Speers und seiner Rolle im dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte angegangen, die nur mit Skrupeln darstellbar ist - Albert Speer, Heidelberger Bürgersohn, und Adolf Hitler, Protagonist einer verbrecherischen Weltsicht, treffen aufeinander und verlieren sich in einem wahnhaften Größenrausch. Es ist die Geschichte einer Männerfreundschaft, in der zwei sich begegnen, begeistern und aufschwingen zu einem Größenwahn jenseits der Normen von Kultur und Anstand - jenseits der Zivilisation. Diese Anmaßung hat Konsequenzen. Die Rückkehr aus dem blutigen Höhenrausch ist bitter und die Opfer geben keine Ruhe. Schuld und Sühne - das Thema deutscher Familien.
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Aufnahme: | Do, 12.12.2002 23:00 ARD 90/88 Min. |
Träger: | Videoband 882 |
Regie: | Marc-Andreas Bochert D 2001 |
Thema: | Weihnacht |
Typ/Genre: | TV-Tragikomödie |
In einem Mietshaus geht an Heiligabend der Zufall von Tür zu Tür und provoziert Liebe, Streit und Verrat. Am Ende der Nacht sind die Karten neu gemischt
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