Person: | Otto Sander |
Stand: 01.05.2004 |
Der Bauernsohn und Steinbrucharbeiter in Roland Klicks "Ludwig" (1965) ist Otto Sanders erste Kinorolle. Sander spielt so verblüffend lebendig und authentisch, daß es für den Jungen von 23 keine Schwierigkeit ist, an der Otto- Falckenberg-Schule in München anzukommen.
Wie bei "Ludwig" weiß man auch später bei Sander nicht, ob das Gelangweilte echt oder gespielt ist, ob er sich ganz schrecklich über einen lustig macht oder alles ernst nimmt, ob er den Betrunkenen nur mimt oder bereits einen in der Krone hat. Otto ist so wunderbar spontan, anwesend und abwesend zugleich, ironisch oder zynisch.
Im Gespann mit Freund und Kollege Bruno Ganz ist er besonders gut, wie etwa in "Der Himmel über Berlin" (1986) und "In weiter Ferne so nah" (1993), den beiden korrespondierenden Wim-Wenders-Filmen.
Sander besucht die Schauspielschule und steht nebenbei auf der Bühne des Münchner Rationaltheaters. Das ist bestes Kabarett und Otto Sander ist hier voll in seinem Element, eloquent und witzig, spontan und immer von einer wunderbaren Sprachgewalt.
Dem Theater gehört seine Liebe: Sein Debüt gibt Otto 1965 an den Düsseldorfer Kammerspielen, 1967/68 geht er ans Theater nach Heidelberg, dann an die Freie Volksbühne Berlin. Ab 1970 ist er bei Peter Stein an der Schaubühne am Hallerschen Ufer in Berlin, wo er spielt und inszeniert. Bundesweit kennt man ihn durch die Aufzeichnungen oder auch Kinoinszenierungen der Stücke: Kleists "Prinz Friedrich von Homburg" (1972), die "Optimistische Komödie" (1973)und "Die Bakchen" (1974).
Kindheit und Jugend sind turbulent: er geht in die Schule in Hannover und Kassel, geht nach dem Abitur 1961/62 zur Marine, studiert 1962 - 67 Theaterwissenschaft, Germanistik, Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie. 1974 spielt er in Wolfgang Staudtes Siegfried-Lenz- Adaptation "Lehmanns Erzählungen" einen Kriegsheimkehrer zur Zeit der Schwarzmarktgeschäfte. Außerdem ist Sander der preußisch-strenge Junker bei Eric Rohmer in "Die Marquise von O." (1975), 1979 der Musiker Meyn in Volker Schlöndorffs "Die Blechtrommel" oder der total abgedriftete Ritterkreuztträger in Wolfgang Petersens "Das Boot".
In Andrzej Wajdas "Eine Liebe in Deutschland" (1983) ist Sander der Sprecher. Gemeinsam mit Bruno Ganz realisiert er das Schauspielerporträt über Curt Bois "Das Gedächtnis". 1980 spielt er bei Werner Schroeter in "Palermo oder Wolfsburg", 1981 in Carl Schenkels "Kalt wie Eis", schließlich spielt er die Titelrolle in Hartmut Schmiege und Christian Rateukes "Der Mann im Pyjama" (1981) - dafür erhält er ein Jahr später den Ernst-Lubitsch-Preis.
Margarethe von Trotta besetzt ihn in "Rosa Luxemburg" (1986) und 1994 in "Das Versprechen" und Peter Patzak in dem Richard-Wagner-Film "Wahnfried", auch bekannt als "Richard und Cosima" (1986). In Frank Beyers "Nikolaikirche" ist er ebenso dabei wie in Matti Geschonecks "Matulla und Busch" (beide 1995) und dem witzigen "Z.B. Otto Spalt" (1987).
Außerdem arbeitet Otto Sander häufig für Fernsehen, ist Moderator, Synchron- und Radio-Sprecher und tritt bei Lesungen auf. Er ist auch der Ziehvater von Ben Becker und Meret Becker, mit denen er auch häufig gemeinsam vor der Kamera steht.
Weitere Filme mit Otto Sander: "Einer von uns beiden" (1973), "Ermittlungen gegen unbekannt" (1974), "Meine Sorgen Möcht' ich haben" (1975), "Sommergäste" (1975), "Lehmanns Erzählungen" (1975), "Vier gegen die Bank" (1976), "Trilogie des Wiedersehens" (1979), "Tatort - Mitternacht oder kurz danach" (1979), "Wer spinnt denn da, Herr Doktor?" (1981), "Eine Liebe in Deutschland" (1983, Erzähler), "Miko - Aus der Gosse zu den Sternen" (1986), "Sentimental Journey" (1987), "Der Bruch" (1988), "Wie du mir..." (1989), "Werner - Beinhart!" (1990, Erzähler), "Zeit der Rache" (1990), "Der Olympische Sommer" (1991, Sprecher), "Amaurose" (1991), "Das untergehende Vaterland" (1992), "Inge, April und Mai" (1992), "Bauernschach" (1993), "Der Kinoerzähler" (1993), "Das Traumschiff" (1994), "Movie Days" (1994), "Tri sestry" (1994), "Hölderlin Comics" (1994), "Das Versprechen" (1994), "Dieu sait quoi - Gott weiß was" (1994), "Polizeiruf 110 - Totes Gleis" (1994), "Lumière et compagnie" (1995), "Das Loch" (1995, Kurzfilm), "Kondom des Grauens" (1996), "Gespräch mit dem Biest" (1996), "Truck Stop" (1996), "Die Serpentintänzerin" (1996), "Abendbrot" (1996), "Liebe Lügen" (1996), "Comedian Harmonists" (1997), "Bin ich schön?" (1998), "Männer sind wie Schokolade" (1998), "Polizeiruf 110 - Das Wunder von Wustermark" (1998), "Stan Becker - Auf eigene Faust" (1998), "Untersuchung an Mädeln" (1998), "Downhill City" (1999), "Email an Gott" (1999), "Pop 2000" (1999, TV-Reihe, Sprecher), "Majestät brauchen Sonne" (1999, Sprecher), "Der Kuss des Vergessens" (2000), "Der Einstein des Sex" (2000), "Lieber Fidel" (2000, Sprecher), "Les Miserables - Gefangene des Schicksals" (2000) und "Marlene" (2000).
Aufnahme: | Di, 06.09.2005 20:15 3sat 83 Min. |
Aufnahmestatus: | gewünscht |
Regie: | Helmut Berger Ö 1993 |
Der Landwirt Franz Hofnagel ist seit 22 Jahren Häftling in einer psychiatrischen Anstalt. Damals erklärte sich Hofnagel auf Anraten seines Anwalts Gerold Stadler für schuldig, seinen eigenen Bauernhof in Brand gesteckt zu haben. Für das Gericht war Hofnagel unzurechnungsfähig und wurde in eine Nervenheilanstalt eingewiesen. Seine Frau Gerda ließ ihn entmündigen. Sie reichte die Scheidung ein und heiratete den Anwalt Stadler. Nun, nach mehr als 20 Jahren, hat Hofnagel das erste Mal Urlaub. Und er hat nur ein Ziel: die Kanzlei Stadlers.
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Aufnahme: | So, 19.08.2001 20:15 SAT.1 111/135 Min. |
Träger: | Videoband 591 |
Regie: | Doris Dörrie D 1997 |
Typ/Genre: | Tragikomödie |
Ein Reigen von Liebes- und Verlustgeschichten, zwischen Spanien und München: Die abenteuerlustige Tramperin Linda wird von einem Masochisten mitgenommen. Erst bei dem attraktiven Klaus kann sie sich sicher fühlen.
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Aufnahme: | So, 09.03.2003 20:15 SAT.1 124/158 Min. |
Träger: | Videoband 930 |
Regie: | Josef Vilsmaier D/Ö 1997 |
Thema: | Musik |
Typ/Genre: | Kino-Drama |
Die Geschichte des wohl berühmtesten Vokal-Ensembles - fünf Sänger und ein Pianist -, das Ende der 20er Jahre in einem Berliner Hinterhof gegründet wurde und bald sogar internationale Anerkennung fand. Nach der Machtübernahme Hitlers kommt es zwischen den "Comedian Harmonists" zu privaten wie beruflichen Disharmonien. Als dann 1935 das Berufsverbot für Juden - drei Mitglieder der "Harmonists" waren jüdischer Herkunft - deklariert wird, kommt es zur endgültigen Trennung der musikalischen Truppe. Denn bei einer Amerika-Tournee wurde die Chance einer gemeinsamen Zukunft vertan...
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Aufnahme: | So, 07.11.1999 23:35 ARD 90 Min. |
Träger: | Videoband 277 |
Regie: | Armin Mueller-Stahl D 1996 |
Typ/Genre: | Groteske |
Ein amerikanischer Historiker interviewt einen alten Mann, der sich als Hitler ausgibt, um herauszufinden, ob dieser tatsächlich überlebt hat. - Armin Mueller-Stahls Regie-Debüt demontiert den Mythos "Hitler" mit den Instrumenten der Satire.
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Aufnahme: | Fr, 19.03.1999 20:15 ARD 85 Min. |
Träger: | Videoband 215 |
Regie: | Uwe Willem D 1998 |
Serie: | Reihe: Lauter tolle Frauen (1/6) |
Typ/Genre: | TV-Komödie |
Linda, 32 und Artdirektorin bei der Werbeagentur König & König, ist Single. Sie verfolgt das Liebesleben glücklicher Paare lieber am Fernseher, zusammen mit ihrem schwulen Kollegen Donald, mit vielen bissigen Kommentaren und einer dicken Portion Schokoladeneis. Linda soll ein Konzept für den neuen Großkunden Mike Badon vorbereiten: Er will eine Werbekampagne in Auftrag geben für eine Windel, die klingelt, wenn sie voll ist. Leider kann Linda ihn überhaupt nicht ausstehen und gefährdet mit ihrer Streitlust nicht nur Badons Großauftrag, sondern auch den Fortbestand der Agentur ihres Chefs Peter.
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Aufnahme: | So, 14.01.2001 20:15 ORF 1 95 Min. |
Träger: | Videoband 470 |
Regie: | Josée Dayan F/D/USA 2000 |
Serie: | Mehrteiler: Les Misérables - Gefangene des Schicksals (1/4) |
Thema: | Literaturverfilmung |
Typ/Genre: | Drama |
Jean Valjean kommt nach 20 Jahren aus dem Zuchthaus frei. Nach seiner Entlassung beginnt er als Monsieur Madeleine ein neues Leben.
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Aufnahme: | So, 14.01.2001 21:50 ORF 1 95 Min. |
Träger: | Videoband 470 |
Regie: | Josée Dayan F/D/USA 2000 |
Serie: | Mehrteiler: Les Misérables - Gefangene des Schicksals (2/4) |
Thema: | Literaturverfilmung |
Typ/Genre: | Drama |
Jean Valjean muß durch widrige Umstände erneut in das Gefängnis.
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Aufnahme: | Mo, 15.01.2001 20:15 ORF 1 95 Min. |
Träger: | Videoband 481 |
Regie: | Josée Dayan F/D/USA 2000 |
Serie: | Mehrteiler: Les Misérables - Gefangene des Schicksals (3/4) |
Thema: | Literaturverfilmung |
Typ/Genre: | Drama |
Jean Valjean und Thénardier stehen sich nach etlichen Jahren wieder gegenüber. Beide behaupten, sich nicht zu kennen...
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Aufnahme: | Di, 16.01.2001 20:15 ORF 1 99 Min. |
Träger: | Videoband 481 |
Regie: | Josée Dayan F/D/USA 2000 |
Serie: | Mehrteiler: Les Misérables - Gefangene des Schicksals (4/4) |
Thema: | Literaturverfilmung |
Typ/Genre: | Drama |
In Paris bricht die Revolution aus. Marius kämpft voller Todesverachtung, weil er Cosette verloren glaubt. Da taucht plötzlich Jean Valjean auf und rettet den Lebensmüden.
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Aufnahme: | Do, 09.05.2002 23:15 ZDF 125 Min. |
Träger: | Videoband 725 |
Thema: | Geschichte |
Typ/Genre: | Dokumentation Menschen |
"Majestät brauchen Sonne" war ein geflügeltes Wort am Hofe Wilhelm II., des letzten deutschen Kaisers. Wenn seine Majestät auf Reisen ging, Denkmäler einweihte oder Paraden abnahm, hatte Kaiserwetter zu herrschen. Aus gutem Grund. Nur bei Sonne ließ sich der wilhelminische Glanz und Prunk von Fotografen und Kameramännern ins rechte Licht setzen.
Film von Peter Schamoni |
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Aufnahme: | Do, 27.12.2001 20:15 ZDF 120 Min. |
Träger: | Videoband 647 |
Regie: | Joseph Vilsmaier D 2000 |
Typ/Genre: | Melodram |
Marlene Dietrich schafft den Aufstieg von einer Großstadtgöre zum umjubelten Weltstar. Doch sie bleibt stets auf der Suche nach ihrer großen Liebe, dem Offizier Carl Seidlitz
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Aufnahme: | Di, 12.03.2002 00:50 ARD 115 Min. |
Träger: | Videoband 696 |
Regie: | Margarethe von Trotta BRD 1985 |
Typ/Genre: | Biographie |
"Wie kommt das, dass Menschen über andere Menschen entscheiden dürfen?" Im Gefängnis notiert Rosa Luxemburg eine Frage, die sie ihr Leben lang umgetrieben hat: als politische Autorin, Rednerin, Führerin der deutschen Sozialdemokratie und des revolutionären Spartakusbunds. Margarethe von Trottas passioniert inszenierter historischer Film sucht nach den utopischen Versprechen in der Vita einer Frau, die für die einen die "blutige Rosa", für die anderen eine politische Ikone war.
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Aufnahme: | Mo, 11.11.2002 20:15 ZDF 90/89 Min. |
Träger: | Videoband 873 |
Regie: | Johannes Grieser D 2002 |
Typ/Genre: | TV-Thriller |
Der Herkules inmitten des Kasseler Bergwaldes bildet den Schauplatz für eine Reihe mysteriöser Frauenmorde. Seit zwei Jahren findet die Polizei dort Frauenleichen. Indizien weisen darauf hin, dass die Frauen vor ihrem Tod lange Zeit gewaltsam festgehalten wurden. Und die Morde scheinen kein Ende zu nehmen.
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Otto Sander
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